Montag, 6. Februar 2017

TOR & Anonymität

TOR & Anonymität

... wirklich gute Ansätze:
https://www.golem.de/news/darknet-die-gefaehrlichen-anonymitaetstipps-der-drogenhaendler-1605-120786.html

das ist eher von weniger Interesse:
https://www.golem.de/news/freedom-hosting-ii-ein-fuenftel-des-darknets-ist-verschwunden-1702-126012.html

Wenn sich jemand mit Anonymität im Netz auskennt, dann doch sicher Drogenhändler im Darknet - könnte man meinen. Doch in ihrem Leitfaden zur Anonymität stellen die Betreiber eines Marktplatzes gewagte Theorien auf und vergessen eine ganze Menge.
Von Hauke Gierow

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Im Forum der Webseite gibt es eine Reihe von Tipps, die dabei helfen sollen, "perfekte Anonymität" zu erreichen. Wir haben uns angesehen, ob wir davon etwas lernen können. Denn zwar ist der Kauf von Drogen, Waffen und gehackten Accounts über das Internet fraglos strafbar, anonym zu bleiben, ist es aber nicht. Wir mussten allerdings feststellen: Unsere Anonymität würden wir mit diesen Tipps nicht schützen wollen. Es gibt eine ganze Reihe von Fehlern und Missverständnissen.

Zahlreiche Tipps - doch vieles fehlt

Die Tipps auf der Seite reichen von Vorschlägen für die verwendete Software über empfohlene Verhaltensweisen bis hin zur anonymen Bezahlung. Gleich am Anfang machen die Drogenhändler einen Fehler: Sie unterscheiden nicht zwischen Sicherheit und Anonymität. Dieser Unterschied ist aber entscheidend. Denn die Festplatte des eigenen Rechners zu verschlüsseln, schützt zum Beispiel nicht vor einer Identifizierung durch Behörden, während man im Netz ist, sondern kann nur unbefugten Datenzugriff abwehren. Streng genommen sind die Akteure auf einer solchen Plattform, und auch sonst im Netz, in der Regel nicht anonym unterwegs, sondern pseudonym.
Ebenfalls zu Beginn lauert eine weitere Fehlerquelle. Es geht darum, die richtigen Adressen von Darknet-Foren zu finden. Weil die Adressen von Tor-Hidden-Services in der Regel automatisch generierte Hash-Werte sind, können die meisten Menschen sie sich vermutlich schlecht einprägen. Daher wäre es für Angreifer leicht, Nutzern eine gefälschte URL unterzuschieben und sie auf einen gefälschten Marktplatz zu schicken. Aus diesem Grund gibt es eigene Foren, die wiederum die aktuellen Links zu Marktplätzen bereitstellen. Den Marktplatz über Google zu suchen und den Link dann in den Tor-Browser zu kopieren, ist sicher keine gute Idee. Doch dazu steht in der Anleitung nichts. Vermutlich wäre es an dieser Stelle dafür allerdings auch schon zu spät.
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