Vitamin B17 - eine Krebstherapie?
http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krebs/vitamin-b17-therapie.htmlBlausäuere , Mandel , Mandeln mandel mandeln
Vitamin B17 in der Geschichte der Krebstherapie
Vitamin B17 blickt auf eine lange, äußerst wechselhafte Geschichte in der Krebstherapie zurück. Der Bitterstoff, der auch als Amygdalin bekannt ist, wurde erstmals von Campbell und Haworth im Jahr 1924 synthetisiert.In der Krebstherapie kam es erstmals 1845 in Russland zum Einsatz, in den USA dann in den 1920er Jahren – damals noch als Tabletten.
In den 1950er-Jahren wurden die Forschungen wesentlich von Dr. Ernst T. Krebs vorangetrieben, der den Namen Vitamin B17 vergab. [Heute geht man davon aus, dass Amygdalin gar kein Vitamin ist, weil es für den gesunden Menschen nicht essentiell ist, weshalb man besser von Amygdalin spricht. Anm. d. Red.]. Schließlich wurde Amygdalin als halbsynthetisches Präparat zur Infusion unter dem Namen Laetrile (Lätril) patentiert.
In den folgenden Jahren wurde Laetril mit steigender Nachfrage in der Krebstherapie eingesetzt. Einen regelrechten Boom gab es in den 1970er-Jahren, in denen Laetrile nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland in der Krebstherapie genutzt wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die Forschungen von Dr. K. Sugiura (vom Krebsforschungszentrum Sloan Kettering Memorial Hospital, New York) am Tierkrebsmodell. Er kam zu dem Schluss, dass Amygdalin
- das Tumorwachstum einschränkt
- die Metastasierung verhindert
- Schmerzen lindert
- vorbeugend gegen Krebs wirkt
- das Allgemeinbefinden von Krebspatienten mit verbessern kann.
Etwa zur gleichen Zeit nutzte der Arzt Dr. Hans Nieper in Deutschland Laetrile in großem Stil bei Krebs. Patienten aus aller Welt strömten in die damals weltweit größte Laetrile-Praxis in Hannover. Auch in den USA war Nieper bekannt. Hier setzte sich der Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Onkologie maßgeblich für die Krebstherapie mit Laetrile ein.
Trotz alledem konnte sich Amygdalin nicht durchsetzen. Immer wieder wurde sein Giftigkeit diskutiert, seine Wirksamkeit angezweifelt. In Deutschland gibt es heute kein allgemein zugelassenes Arzneimittel mehr mit Amygdalin. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es in der EU erlaubt.
Dennoch gibt es immer wieder Studien, die sich mit der krebshemmenden Wirkung von Amygdalin beschäftigen. Eine Studie kam z.B. zu dem Ergebnis, dass Amygdalin den programmierten Zelltod (Apoptose) von Prostatakrebszellen fördert und daher möglicherweise bei Prostatakrebs wirksam sein könnte [Chang et al., 2006]. Durchgeführt wurden die Versuche an Zellkulturen menschlicher Krebszellen.
Darüber hinaus gibt es vielversprechende Labor- und Tierversuche mit Tumorzelllinien (z.B. Haut, Sarkom, Leukämie, Brustkrebs). Doch nach wie vor fehlen belastbare Studien an Menschen, die die Wirksamkeit von Amygdalin bei Krebs ausreichend belegen. In einem Überblick aus dem Jahr 2016 bescheinigt das amerikanische National Cancer Institut Vitamin B17 zwar eine gewisse Wirkung in Tierversuchen, die Wirkung am Menschen sei aber nicht belegt.
... (siehe Link oben)






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