Freitag, 14. Oktober 2022

Wärmepumpe

Wärmepumpe 

( Waermepumpe )

Umrechnung Energieinhalt Öl, Gas, Pellets, Kohle, Briketts, Holzbriketts, Holzpellets, Braunkohlenbriketts

https://www.energie-umwelt.ch/tools/835-einheiten-umrechner-fuer-verschiedene-heizenergie

https://www.brikett-rekord.com/de/heizwertvergleich-rekord-briketts.html

Hier sind auch noch Energiewerte ...

Über den großen Daumen: 

1 Liter Heizöl ≈ 1 m3 Erdgas ≈ 2 kg Holzpellets  ≈ 2 kg Holzbriketts  ≈ 2 kg Braunkohlebriketts  ≈ 10 kWh
(oder 36 Megajoules - Braunkohle etwa 10% mehr als Holz ...)


Heise+ Artikel:

https://www.heise.de/hintergrund/Energiesparen-mit-Waermepumpen-Es-geht-auch-ohne-grosse-Umbauten-7302863.html


Sehr gute Diskussion:

https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Energiesparen-mit-Waermepumpen-Es-geht-auch-ohne-grosse-Umbauten/LW-WP-im-Altbau-Kein-Problem/posting-41742593/show/


Energiesparen mit Wärmepumpen: Es geht auch ohne große Umbauten

Key Facts:

  • 18000 kWh Wärme pro Jahr
    • 1800 l Öl pro Jahr (mit Warmwasser)
    • 17 KW Öl-Brenner
  • 160 m2 Wohnfläche
  • Doppelschale-Mauerwerk (12cm Backstein)
  • neue 3-fach-Verglasung
  • Heizkörper von 1958
  • Gemäss Schema für das CH-Mittelland ist Ölverbrauch / 265 = ca Auslegungsleistung WP. Gibt bei uns so um 6.5kW. Ich habe auch die U-Werte aller Bauteile gerechnet (für jeden Raum) und komme darüber auch auf 5.7k
  • ... weiter siehe unten ...

Heizen ohne Wirkung?


12.10.2022 15:20 - 


c o*b i e 

A n*d 

P a*s c h t e


LW-WP im Altbau = Kein Problem!

Wir haben das gerade letztes Jahr gemacht.


Vorher: Ölheizung mit 17kW Brenner - Jahresverbrauch ca 1800l (Warmwasser vom E-Boiler). Entspricht so um 18MWh pro Jahr (+-/) für einen Altbau von 1958. 160m2 Heizkörper ausser in einem Anbau von 1980 - welcher auch simpel Aussenisoliert ist. Der Rest ist Doppelschale-Mauerwerk (12cm Backstein) ohne Isolation oder Luftspalt. Fenster sind aktuelle 3-Fach Isolierte und das Dach wurde stark isoliert (> 20cm).


Gemäss Schema für das CH-Mittelland ist Ölverbrauch / 265 = ca Auslegungsleistung WP. Gibt bei uns so um 6.5kW. Ich habe auch die U-Werte aller Bauteile gerechnet (für jeden Raum) und komme darüber auch auf 5.7kW über die Taktung des Ölbrenners auf 5.5kW. Auslegungstemperatur bei uns ist -10°C.

Zur Zeit haben wir noch einen separaten WP Boiler im Keller. Sollte dieser Ausfallen sollte die WP genügend Kapa haben um dann damit auch Warm-Wasser herzustellen (ca + 1.5 bis 2 kW).


Gem. Auslegung haben wir uns auf eine 8kW WP festgelegt.


Die WP wurde im Sommer 2021 eingebaut. Der Winter war so Mittelmässig kühl aber im Rahmen des jährlichen Durchschnitts (ggf. etwas höher). Für die Heizung wurden etwas mehr als 4MWh Strom aufgewendet was so um 17MWh Wärme entspricht was einer JAZ von ungefähr 4 entspricht.


Unsere Heizkurve liegt nun bei 0°C aussen haben wir so um 29°C Vorlauf und bei -10°C Aussen haben wir einen VL von 37°C. Und nochmals das in einem Altbau ohne Wand oder Bodendämmung und mit alten Heizkörper (Bj 1958).


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###Unsere Heizkurve liegt nun bei 0°C aussen haben wir so um 29°C Vorlauf und bei -10°C Aussen haben wir einen VL von 37°C. Und nochmals das in einem Altbau ohne Wand oder Bodendämmung und mit alten Heizkörper (Bj 1958).


Heizkörper von 58 funktionieren nicht richtig unter 50° Vorlauf.


Da klappt die Konvektion nicht und sie werden nur etwas am Zulauf warm.


Aber als Frostschutz ist es möglicherweise geeignet.


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#Unsere Heizkurve liegt nun bei 0°C aussen haben wir so um 29°C Vorlauf und bei -10°C Aussen haben wir einen VL von 37°C. Und nochmals das in einem Altbau ohne Wand oder Bodendämmung und mit alten Heizkörper (Bj 1958).


#Heizkörper von 58 funktionieren nicht richtig unter 50° Vorlauf.

#Da klappt die Konvektion nicht und sie werden nur etwas am Zulauf warm.

#Aber als Frostschutz ist es möglicherweise geeignet.


Ich kann Dir also garantieren, dass wir hier im Moment sogar im T-Shirt Zuhause rumsitzen. Raumtemperatur ist so um 21°C herum bei AT von 12°C - aktuelle SollVorlauf T ist 23.5°C. Allerdings war gestern teilweise Sonnig (wenn sie durch den Nebel kam), sonst haben wir eher so um 20-20.5° innen.


Ganz ehrlich ich habe keine Ahnung warum das bei uns so ist und der Heizungsbauer staunt auch immer noch Bauklötze (ist unser Nachbar). Aber es gibt scheinbar Bauten wo das geht - deshalb pauschal zu sagen unter 50°C VL geht es nicht - stimmt halt nicht.


Sinnvollerweise tastet man sich halt schon mit der fossilen Heizung da schon mal ran und ich behaupte mal die VL Temperaturen sind oft zu hoch eingestellt, damit ja niemand reklamiert es sei zu kalt.



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Heizungsinstallateure stellen die Heizkurve immer auf "Kunde ruft nicht an, weil ein Raum nicht richtig warm wird". Und so ist die VLT höher als eigentlich notwendig. Ich habe das Anfang des Jahres getestet, als das mit dem Gas losging. Da habe ich meine VLT auch runtergedreht. Trotzdem war das Haus (80er Jahre) noch warm.


Ich habe mich aber für eine Klimaanlage entschieden, da die Sommer auch nicht kühler werden. Warmwasser kommt noch über Gas, aber da muss ich dann mal schauen, ob es besser ist eine BWWP oder doch eine normale LWWP zu kaufen, die dann doch wieder die Heizung bedienen kann.


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### Altbau von 1958. 160m2 Heizkörper ausser in einem Anbau von 1980 - welcher auch simpel Aussenisoliert ist. Der Rest ist Doppelschale-Mauerwerk (12cm Backstein) ohne Isolation oder Luftspalt. Fenster sind aktuelle 3-Fach Isolierte und das Dach wurde stark isoliert (> 20cm).


Ich glaube, man unterschätzt leicht die Relevanz der Fenster. Mit Deiner 3-fach Verglasung ist der Altbau an seiner schwächsten Stelle bereits perfekt saniert. :-)


Ich hatte in einer Wärmeberechnung für ein Haus von 1980 festgestellt, dass ein Drittel (!) des Wärmeverlustes auf die „Isolierglas“-Fenster von damals geht.

Und Fenstertausch ist mit die günstigste Sanierungsmaßnahme.


Hast Du eigentlich kein Problem damit, dass die Fenster nun möglicherweise besser gedämmt sind als die Außenwand?


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Aktuar Bernd schrieb am 12.10.2022 19:13:


#Ich glaube, man unterschätzt leicht die Relevanz der Fenster. Mit Deiner 3-fach Verglasung ist der Altbau an seiner schwächsten Stelle bereits perfekt saniert. :-)

#Ich hatte in einer Wärmeberechnung für ein Haus von 1980 festgestellt, dass ein Drittel (!) des Wärmeverlustes auf die „Isolierglas“-Fenster von damals geht.

#Und Fenstertausch ist mit die günstigste Sanierungsmaßnahme.

#Hast Du eigentlich kein Problem damit, dass die Fenster nun möglicherweise besser gedämmt sind als die Außenwand?


Ja das ist sogar sicher so.


Die Isolationswerte der Bauteile z.b in einem Zimmer OG lauten:

- Fenster: 0.86

- Gegen Dach: 0.18

- Aussenwand: 0.99


Somit komme ich bei einem der Kinderzimmer im OG (ca 15m2) mit einem Fenster Decke und Dachschräge bei dT von -20°C (20°C innen / 0°C Aussen) auf einen Wärmebedarf von 320W.


Bezüglich Fenster hatten wir erst auch etwas Bedenken wegen Feuchtigkeit - man muss halt min. 2x pro Tag ordentlich Lüften (ohne Komfortlüftung). Tatsächlich hatten wir im Sockelbereich an 2 Gebäudeecken ein wenig Schimmel, was aber problemlos behandelbar war.


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Re: LW-WP im Altbau = Kein Problem!

Fenster sind meiner Meinung nach überbewertet.

Die Fläche ist so klein, da macht es nicht viel aus.

Wichtiger ist es zu gucken das die gut schließen (Einstellen und neue Dichtungen einkleben).


Und wenn man doch unbedingt neue Scheiben möchte, dann kann man bei Holzfenstern

diese in die alten Rahmen setzen.


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Re: LW-WP im Altbau = Kein Problem! Noch ein Beispiel mit Jeisha

Hier ganz ähnlich.

20kW Ölbrenner, 2000l Öl/a für 250qm und Warmwasser.

Die Radiatoren sind alle 33er schon gewesen.

Das Haus ist von 1840/1920 und hat schon 8cm Außendämmung und 10cm auf dem Dachboden.


Nun habe ich 2x die Panasoniq Aquarea Monoblock mit 5kW.

Die zweite zündet nur unter 3°C.

VL bei 0°C AT ist bei uns 35°C, bis 43°C bei -12°C AT.

Das ganze macht so eine Wirkungsgrad von 380% im Schnitt, mit Warmwasser.

Rund 5000kWh Heizstrom, welcher aber zu einem Teil einfach vom Dach kommt.

Im Schnitt ist es nun ein Energie+ Haus :)


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