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Sensation: Eine spezielle Diät ermöglicht Regeneration der Bauchspeicheldrüse
Die sogenannte Fasting-Mimicking-Diät hilft der Bauchspeicheldrüse sich zu regenerieren. Vielleicht wird es dadurch bald möglich sein, dass Diabetes komplett rückgängig gemacht werden kann. (Bild: Andrey Popov/fotolia.com)
Macht eine Fasting-Mimicking-Diät sogar Diabetes rückgängig?
Ist es möglich, dass eine spezielle Form von Fasten dabei hilft, die Bauchspeicheldrüse zu regenerieren? Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Fasting-Mimicking-Diät tatsächlich zu einer Regeneration der Bauchspeicheldrüse führen kann und möglicherweise sogar Diabetes rückgängig macht.
Die Wissenschaftler der University of Southern California stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass spezielles Fasten dazu beitragen kann, dass sich die menschliche Bauchspeicheldrüse regeneriert und sich dadurch möglicherweise sogar Diabetes rückgängig machen lässt. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Cell“.
Forscher modifizieren die Fasting-Mimicking-Diät
Eine spezielle Diätform versucht die Vorteile des Fastens ohne dessen Risiken zu vereinigen. Forscher untersuchten jetzt die Auswirkungen einer modifizierten Version der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät (FMD) auf Mäuse, aber auch auf menschliche Zellen.
Erste Erfolge bei Mäusen erzielt
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass Zyklen dieser Ernährungsform Pankreaszellen regenerieren können und zur Wiederherstellung von Insulin bei Typ-1-Diabetespatienten führen. So könnte eventuell Typ 1-Diabetes und auch Typ 2-Diabetes bei Mäusen umgekehrt werden, sagen die Experten. Im Gegensatz zu Typ 2-Diabetes ist Typ 1-Diabetes eine sogenannte autoimmune Erkrankung. Bei Patienten mit Typ 1-Diabetes stoppt die Bauchspeicheldrüse die Herstellung von Insulin.
Spezielle Ernährungsform hilft bei der Regeneration von Organen
Die Fasting-Mimicking-Diät könnte auch dabei helfen, andere Organe zu regenerieren, weil Untersuchungen ähnliche Effekte für Blutzellen gezeigt haben, erklärt Autor Dr. Valter Longo. Die Ergebnisse weisen laut Aussage des Experten darauf hin, dass spezielle Diäten mit sehr spezifischen Kompositionen zu Regenerationsprozessen bei Mäusen und möglicherweise auch bei Menschen führen können.
Auswirkungen von modifizierter FMD
Unter Berücksichtigung der Herausforderungen und Nebenwirkungen des Fastens beim Menschen entwickelten Dr. Longo und sein Team eine modifizierte kalorienarme, fettarme Ernährung mit wenig Protein und Kohlenhydraten. Diese Ernährung verursacht Veränderungen in den Konzentrationen von spezifischen Wachstumsfaktoren, Glukose und Keton-Körpern. Zusätzlich reduziert sie die Blutzuckerwerte bei vor-diabetischen Patienten, erklären die Mediziner. Wenn Mäuse eine solche Ernährung erhielten, verbesserte sich dadurch die Glukose- und Insulintoleranz.
FMD programmiert Zellen und Beta-Zellen um
Die Bauchspeicheldrüse hilft normalerweise den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Die Regeneration der Bauchspeicheldrüse kann dazu führen, dass sich die Symptome von Diabetes umkehren, erläutern die Forscher. Zyklen der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät helfen der Bauchspeicheldrüse, sich zu regenerieren, indem sie Zellen in Beta-Zellen umprogrammieren. Diese produzieren dann Insulin. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind sehr interessant, weil Pankreas-Zellen sich normalerweise nur mit einer extrem niedrigen Rate in der erwachsenen Bauchspeicheldrüse replizieren und eine Geweberegeneration selten auftritt, sagen die Mediziner.
Spezielle Ernährung stellt bei Mäusen die reduzierte Insulinresistenz wieder her
Die FMD-Zyklen retteten die Mäuse aus dem Spätstadium von Typ-2-Diabetes, weil sie die Insulinsekretion und die reduzierte Insulinresistenz wiederhergestellt haben, erklären die Experten. Dies führte zu einer signifikanten Verbesserung des Überlebens der Mäuse, berichten die Studienautoren weiter. (as)
http://www.huffingtonpost.de/2016/06/30/alzheimer-bheandlung-studie_n_10714134.html
Studie: Diese neue Behandlung könnte Alzheimer heilen
The Huffington Post | von Lisa Mayerhofer
Veröffentlicht: 30/06/2016 15:13 CEST Aktualisiert: 30/06/2016 18:26 CEST
Alzheimer galt bislang als unheilbar - jetzt schürt eine neue Studie Hoffnung, dass sich das bald ändern könnte. Forscher der University of California untersuchten zusammen mit dem Buck Institute for Research on Aging einen Weg, Alzheimer rückgängig zu machen.
Alzheimer ist eine Gehirnstörung, die dazu führt, dass der Betroffene im Laufe der Erkrankung dement wird. Alzheimer ist für etwa 60 Prozent der weltweit 24 Millionen Demenz-Erkrankungen verantwortlich.
Die Forscher um Professor Dale Bredesen von der University of California hatten für die Studie 10 Teilnehmer mit Alzheimer-Erkrankung im Anfangsstadium intensiv betreut und für jeden individuell einen Betreuungsplan entwickelt. Dieser Plan enthält 36 Punkte mit genauen Ernährungsvorgaben, kognitivem Training und unterschiedlichen Dosierungen von Medikamenten und Vitaminen. Auch achteten die Wissenschaftler darauf, dass die Teilnehmer sich weniger Stress aussetzten und etwa acht Stunden pro Tag schliefen.
Die Wissenschaftler verkünden stolz in einem Statement, dass die Patienten nach monatelanger Therapie Fortschritte gemacht und verlorene Fähigkeiten wiedererlangt hätten: "Patienten, die aufgrund der Erkrankung ihre Arbeit aufgegeben haben, konnten wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren - und jene, die Probleme im Job hatten, konnten ihre Leistung verbessern." Eine 49-jährige Teilnehmerin hatte beispielsweise laut Forscher während der Therapie wieder angefangen, Fremdsprachen zu sprechen - obwohl sie zu Beginn der Therapie sprachlich eingeschränkt war.
Alle bis auf einen Patienten tragen ein bestimmtes Gen
Alle bis auf einen Patienten haben dabei eine Gemeinsamkeit: Sie sind Träger des Gens APOE4. Dadurch haben sie ein stark erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Dieses Wissen half den Ärzten bisher nicht viel, da sie die Erkrankung weder verhindern noch therapieren konnten.
Das könnte sich nun nach Meinung von Dale Bredesen, dem Leiter der Studie, ändern. Er schlägt vor, dass Träger dieses Gens ein Präventionsprogramm ähnlich dem 36-Punkte-Plan beginnen sollten.
Den Erfolg seiner 36-Punkte-Therapie erklärt er in dem Statement so: "Stellen Sie sich die Krankheit als ein Dach mit 36 Löchern vor und Ihr Medikament hilft, ein Loch zu stopfen. Das Medikament wirkt, aber Sie haben immer noch 35 andere Löcher, also hält es den Erkrankungsprozess nicht auf."
Bisher verschrieben Ärzte bei Alzheimer verschiedene Medikamente und legten dem Patienten darüber hinaus ans Herz, nichtmedikamentöse Behandlungen wie kognitives Training und Psychotherapie zu beginnen. Allerdings ist eine so intensive und individuelle Betreuung mit Ernährungsplan und Stressreduzierung wie in der Studie von Bredesens Team selten.
Die Forscher brauchen noch mehr Ergebnisse, um ihre Befunde untermauern zu können
Bredesen gibt aber auch zu, dass noch mehr getan werden muss, um die Ergebnisse wissenschaftlich weiter verwerten zu können: "Dieser Therapieerfolg bei unseren zehn Patienten ist beispiellos, wir brauchen aber mehr Beweise, um feststellen zu können, ob unsere Therapie wirklich so effektiv in der Bekämpfung von Alzheimer ist."
Andere Wissenschaftler begrüßten die positiven Ergebnisse, äußerten aber aufgrund der kleinen Teilnehmeranzahl Kritik: James E. Galin, Professor für Biomedizin an der Florida Atlantic University, meinte gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender "CBS": "Es ist wichtig, dass man diesen Weg weiter verfolgt. Aber ich bin mir bei der Methodik unsicher."
Bredesen will nun weitere Beweise dafür sammeln, dass sein 36-Punkte-Therapie bei der Bekämpfung von Alzheimer helfen kann.
Mit freundlichen Grüßen -- best regards
Volker Gueldenpfennig
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